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Emil und die Detektive Bearbeitung: Hubi Zweifel Drehbuch 1. Einstimmung: Parole Emil - zu Hause in Neustadt Dunkelheit Erzähler Spot auf Statue - Spiel-Emil
bemalt ihr das Gesicht und zieht ihr ein Hemd an. Sirene/Blaulicht/Autobremsen:
2 Polizisten rennen heran, Emil rennt davon, Polizisten suchen,
E-Emil- Alles klar, oder?
Man weiss ja nie, ob die Bullen doch noch irgendwie auf meine
Fährte kommen würden
Tja, und dann war da noch
die Sache mit den 1500 , welche eigentlich für meine
Grossmutter bestimmt waren. Meine Mutter hat ja auch nicht viel
Geld, aber meine Grossmutter in Berlin noch viel weniger. Deshalb
unterstützt Mutter meine Grossmutter mit Geld. E-Emil- Meine Mutter nervte mich schon langsam mit ihrer Sorge um die 1500 . Mir konnte doch nichts passieren, ich war ja schon 14 . Emil- E-Emil-
ja, wenn
diese blöde Polizeipatrouille nicht gekommen und ich nicht
voll die Panik
2. Die Reise Emil unter der Bank, im
Abteil sitzt ein Herr, Herr Grundeis. Grundeis- Die Fahrkarten bitte, alle Fahrkarten vorweisen. Emil- (will aufstehen, schlägt den Kopf an) Hmm, autsch, ja, bitte. Grundeis- Mannomann, scheint mir ziemlich ungemütlich, dein Platz da unten, Zudem machst du deinen schönen Anzug schmutzig. Emil- (steht auf, wischt sich den Dreck ab und setzt sich auf die Bank) Grundeis- Alleine unterwegs? Emil- Ja Grundeis- Und wohin? Emil- Nach Berlin zu meiner Grossmutter und Pony Hütchen. Grundeis- Zu was für einem Pony? Emil- Pony Hütchen, das ist meine Cousine. Grundeis- Und holen dich deine Verwandten am Bahnhof ab, wie heisst du eigentlich? Emil- Emil, Emil Tischbein - ja am Bahnhof Zoo. Grundeis- Freut mich, Grundeis. Das ist sehr gut, dass du abgeholt wirst, sonst hätte ich mir schon fast Sorgen gemacht. Emil- Wieso? Grundeis- In deinem Alter
allein nach Berlin
Da werden Kinder entführt, vor
allem am Bahnhof (Emil erschrickt), da wird gestohlen, vor allem
Geld, wenn man nicht aufpasst (Emil greift sich an die Brusttasche,
wo er die 1500 Euros versteckt hat). Aha, du hast auch Geld dabei
- pass nur gut darauf auf. Ich werde dich bei deiner Grossmutter
und dem Pony abliefern, ich steige nämlich auch im Bahnhof
Zoo aus
Emil- Nein, danke, ich hab keinen Grundeis- Na was, du siehst ja halb verdurstet aus. Emil- (trinkt zögerlich, gibt die Flasche zurück) und Sie, trinken Sie nichts? Grundeis- Doch doch, ich
möchte nur zuerst etwas schlafen, ich bin (gäääähn)
totmüde! Ansage- Berlin Hauptbahnhof,
Berlin Hauptbahnhof Stadtbetrieb, viele Passanten,
Verkehr, Touristen (z.B. Gruppe Japaner), Reisende, Strassenkünstler,
Lärm.
Das Tram ist sehr voll E-Emil- Mannoman - Ich hatte doch kein Geld mehr. Und doch musste ich im Tram bleiben bis der Mistkerl ausstieg. Ich versuchte alles Mögliche - und auch Unmögliche. Meinen Koffer verfluchte ich mehr als einmal. Emil drückt sich
an den Leuten vorbei, kriecht ihnen zwischen den Beinen durch,
bringt den Koffer nicht an ihnen vorbei E-Emil- Tja, das war wirklich
knapp, aber manchmal hat man ja auch Glück: Nicht erwischt
worden und dem Typen auf den Fersen, was willst du noch mehr? 4. Pony Hütchen und Grossmutter auf dem Bahnhof Zoo Auf Nebenbühne? Pony- Da ist er - nicht! Aber da ist er - nicht. Das ist er bestimmt - auch nicht! (immer entmutigter) das auch nicht, der auch nicht keine Spur von Emil! G-Mutter - Ich möchte bloss wissen, was das heissen soll, der Zug müsste doch längst hier sein! Pony- Ich frag mal den Eisenbahner dort drüben. Hallo Sie, entschuldigen Sie, können Sie mir sagen, wo der Zug aus Neustadt bleibt? Eisenbah.- Aus Neustadt (schaut auf die Uhr), Berlin Zoo an 16.30, Gleis 5, Weiterfahrt 16.36, pünktlich angekommen, pünktlich abgefahren. Nächster Zug aus Neustadt Berlin Zoo an 18.30, Gleis 5, Weiterfahrt 18.36, wird voraussichtlich pünktlich angekommen und pünktlich abfahren, nächster Zug aus Neustadt Pony- vielen Dank für die Auskunft. Wir warten nämlich auf meinen Cousin Emil. Eisenbah.- Tja, freut mich für sie, wie gesagt: Aus Neustadt (schaut auf die Uhr), Berlin Zoo an 16.30, Gleis 5, Weiterfahrt 16.36, pünktlich angekommen, pünktlich abgefahren. Nächster Zug aus Pony- wie gesagt, vielen Dank für die Auskunft. (zurück zur Grossmutter) Grossmutter, der Zug ist schon längst angekommen und wieder abgefahren. G-Mutter- Tststs, die Sache gefällt mir nicht, was mag da nur passiert sein? Pony- Ja was mag da nur passiert sein?... Sicher ist er verkehrt ausgestiegen, Jung sind manchmal furchtbar blöde. Wetten, dass ich Recht habe! G-Mutter- Tststs, die Sache gefällt mir nicht, die Sache gefällt mir nicht, wenn er nicht gefahren wäre, hätte die Mutter doch sicher telefoniert. Vielleicht ist er wirklich verkehrt ausgestiegen. Aber wir haben es doch genau beschrieben.
Pony- Also, der nächste Zug aus Neustadt kommt um halb sieben, dann fahr ich mit dem Rad nochmals hierher. Wenn das bedeppte Landei dann immer noch nicht da ist, kann er mich mal G-Mutter- Drück dich etwas gewählter aus, Pony! Pony- dann werde ich meinem lieben Cousin vom Land in einem freundlich Brief schreiben dass er mich mal kann! G-Mutter- Tststs, die Sache gefällt mir nicht, die Sache gefällt mir nicht, vielleicht sollten wir seine Mutter anrufen! Pony- Ach was, die würde sich nur zu Tode erschrecken, ich fahre auf halb sieben nochmals hierher, vielleicht kommt er ja mit dem nächsten Zug. G-Mutter- ststs, die Sache gefällt mir nicht, die Sache gefällt mir nicht, hoffentlich hast du Recht. Pony- Mir gefällt sie auch nicht. Komm, setz dich auf meine Lenkstange, wir fahren nach Hause G-Mutter- Pony!! Pony- Was ist, schwerer als Fratze Wiepke bist du auch nicht, und der sitzt immer drauf, wenn ich von der Schule nach Hause fahre. G-Mutter- Wenn das noch einmal vorkommt, nehme ich dir das Rad weg. Pony- Pony und Grossmutter langsam ab) Och, euch Erwachsenen darf man aber auch nichts erzählen. G-Mutter- Tststs, die Sache gefällt mir nicht, die Sache gefällt mir nicht 5. Die Detektive E-Emil - Dieses Problem
musste noch gelöst werden, sonst war Ärger im Anzug.
Zum Glück hielt meine Cousine Pony die Grossmutter davon
ab, meine Mutter zu benachrichtigen, sonst hätte auch ich
sagen müssen: "Die Sache gefällt mir gar nicht"
Grundeis sitzt immer noch
im Gartenrestaurant und isst. Jette- Na, Mensch, kipp nich gleich aus'n Schuh'n! Emil- Wer hat denn eben hinter mir gehupt? Jette- Na, Mensch, icke
natürlich. Du bist wohl nich von hier, wa? Sonst wüsstest
du schon längst, dass ick 'ne Hupe in de Hosentasche hab,
ick bin hier nämlich so wat wie 'ne Berühmtheit. Jette- So aus Neustadt? Jibt's'n so wat. Deswejen trächste ooch so'n ollen Anzuch! Emil- Nimm das zurück, sonst kleb ich dir eine, dass du scheintot hinfällst. Jette- Na, Mensch biste böse? (ironisch) Hilfe, ahh, Jefahr! (lacht) Det Wetter ist ma zwar zu schön zum Boxen, aber bitte, wenn'de willst Emil- Verschieben wir's auf später, ich hab' jetzt keine Zeit für so was. Jette- Sieht aber jar nich so aus: Versteckst Koffer und Jemüse und spielst selbst Vasteck'n - so eener hat doch meterweise Zeit. Emil- Nein, ich beobachte einen Dieb. Jette- Wat, ich versteh' immer Dieb. Wen hat'da denn beklaut? Emil- Mich, im Zug. Er
hat mir was zu trinken gegeben, dann bin ich eingeschlafen. 1500
waren's, die sollte ich meiner Grossmutter bringen. Im Hauptbahnhof
ist er ausgestiegen - ich bin gerade rechtzeitig aufgewacht.
Ich natürlich hinterher. Jette- Dat ist ja spannender wie Fernsehn - und du lüchst ooch nich ? Emil- Siehst du den da mit dem steifen Hut? Jette- Klar, die Hackefresse, die Hamburja in sich rinnzieht wie een durstija Staubsauja. Und, wat willste jetzt machen? Emil- Keine Ahnung, dran bleiben vorerst mal. Jette- Ruf doch die Bullen da drüben stehen zwee'e (will rufen) Emil- Halt, nicht, das geht nicht. Jette- Wieso'n'nich? Emil- Weil ich in Neustadt was ausgefressen habe und Jette- Vasteje! Emil- und am Bahnhof Zoo warten meine Cousine Pony Hütchen und meine Grossmutter. Jette- Die werden schon nach Hause wackeln, wenn dit zu lange dauert. Also ick finde die Sache mit dem Dieb voll cool, Spitzenklasse. Na, Mensch, wenn'de nüscht dajejen hast, helf ick dir. Emil- Gerne, aber wie denn? Jette- Erst mal musst'de dir vanünftich anziehn, sonst krieg'ick Krämpfe. (Macht ihn zurecht, zieht ihm die Krawatte aus) so, det Ding muss wech, Kragen hoch und Jacke auf Emil- Aber
Emil- Ich bin Emil. Meinst du nicht, dass wir Verstärkung brauchen? Jette- Keen Problem, pass uff!
Jette hupt
E-Emil- Das hier ist Kebab,
der beste Breakdancer von Berlin (zeigt kurze Tanzeinlage) Alle begrüssen Emil
auf ihre eigene Art und positionieren sich auf der Bühne Jette- He, Leute, dit is Emil aus Altstadt Emil- Neustadt Jette-
Piepegal,
da drüben sitzt der Schweinehund, der Emil mit KO-Tropfen
jefüttert und ihm 1500 jemopst hat, der mit da schwarz'n
Melone uff'm Dach. Sieht aus wie ein ausrangiertes Rhinozeros.
Den knüpfen wir uns vor - und wenn wia versajen, heessen
wa ab morgen alle Teletubbies! Dienstag- Parole "Eisenbahndieb" (alle schauen bemitleidend zu Dienstag) Kebab- Parole "Hamburgerfresser" (alle schauen bemitleidend zu Kebab) Fe/El/Sir- Parole "Emil" (mit Gestik) Krumbiegel- Grossartig: Parole Emil (mit Gestik, saust durch den Raum) Parole Emil! Alle- Parole Emil (mit Gestik) 6. Der Plan Jette- Jenuch geschwatzt,
jetzt jeht's los: Als erstes broochen wa een Startkapital: Brettchen- Cool, hätt ich auch vorgeschlagen! Emil- Vielen Dank, wenn
wir den Kerl haben, bekommt ihr das Geld zurück. Kebab- 37 , durch zwei gibt (schaut Hilfe suchend zu Brettchen) Brettchen- Für jeden 18 und Emil kriegt 1 Grossstadtzulage! Dienstag- Jetzt aber los, den schnappen wir uns Detekt.1- Ich schleich mich von hinten an Detekt.2- Ich klau ihm den Koffer Detekt.3- Ich zieh ihm den Kittel aus Detekt.4- Ich esse seinen Hamburger fertig E-Emil- (während
E-Emil redet, formieren sich die Leute auf der Bühne) Fee- Wer hat ein Handy? Alle- Ich! Elfe- Und wer hat einen ungestörten Platz zu Hause? Alle- Dienstag! Fe/El/Sir- Satz unterteilend) Ok, Dienstag, du bist unsere Telefonzentrale. Deine Nummer? Dienstag- 030 61 62 63 Fe/El/Sir- (Satz unterteilend) Jeder merkt sich die Nummer. Egal, was passiert, Dienstag wird informiert. Wer Informationen will, ruft bei Dienstag an - alles klar? Dienstag- Mannomannomann - ich möchte aber lieber bei der Gaunerfängerei dabei sein Fe/El/Sir- Satz unterteilend, schmeichelnd) Bist du auch aber von zu Hause aus! (Dienstag schmollt ein wenig) Dienstag- Mannomann, also gut, überzeugt! Jette- Dann fehlt noch
een Verbindungsmann für alle Fälle: Eh, Brettchen,
du bist da schnellste! Alle- ev. rhythmisch) 030 61 62 63 Emil- Moment - ich hab da noch ein Problem: Meine Grossmutter macht sich bestimmt schreckliche Sorgen. Könnte ihr jemand sagen, dass ich noch lebe? Krumbiegel- (kommt dahergesaust)
Klarer Auftrag für mich. Übernehme das sofort mit Koffer-
und Blumentransport. Rückmeldung an Dienstag, nur wenige
Informationen! Emil- Körtestrasse 51 Krumbiegel- Erledigt! Parole Emil! (saust mit Getöse davon) Fe/El/Sir- Er zahlt! Jette- Los jeht's, Parole Emil! Alle- Parole Emil! (Alle ab)
7. Der Telefonanruf 1
Dienstag in seiner "Telefonzentrale"
zu Hause, Fe/El/Sir unterwegs Fe/El/Sir- Hallo Dienstag. Dienstag- Parole. Fe/El/Sir- Parole Emil. Dienstag- Was gibt's? Fe/El/Sir- Hier Fee, Elfe und Sirene, kurze Meldung: Grundeis wohnt im Hotel Kreid, wir sind in der Nähe, am Ende des Nollendorfplatzes. Dienstag- Das Hotel gehört
doch Krumbiegels Eltern, oder? Braucht ihr Verstärkung? Dienstag- War's aufregend bis jetzt? Fe/El/Sir- Ja, schon: Der Kerl nahm ein Taxi, wir das nächste. "Hinterher, der Kerl hat was ausgefressen!" Der Taxifahrer meinte: "Wie die Herren wünschen, habt ihr den auch Geld?" Wir:"Na klar" und haben ihm die Kohle gezeigt. So sind wir ihm bis zum Hotel gefolgt. Hat uns beim Aussteigen fast entdeckt, aber wir: Kopf runter und weg war er im Hotel, hat nichts bemerkt! Dienstag- Und jetzt? Fe/El/Sir- Hinterher und ausspionieren, machs gut, Dienstag, müssen los, Parole Emil! Dienstag- Parole Emil.
8. Vor dem Hotel Kreid
E-Emil- Alles war organisiert,
wir waren dem Grundeis auf der Spur. Die Bande war wirklich toll.
Emil- (zu Kebab) Habt ihr viel Geld zu Hause? Kebab- Nö, aber Dienstags Eltern sind so reich, dass sie zu Hause nie über Geld sprechen! Emil- Ich glaube, man spricht nur übers Geld, wenn man keins hat. Bei uns reicht es nie. Wenn wir eine Schulreise machen, gibt mir zwar meine Mutter immer so viel, wie die anderen auch bekommen Kebab- Und wie kann sie das denn? Emil- Ich weiss auch nicht, aber sie kann es - und ich bring dann die Hälfte wieder zurück. Kebab- Will sie das? Emil- Nein, aber ich will es. Kebab- Ihr habt euch wohl sehr lieb! Emil- Kolossal - und deshalb müssen die 1500 dringend wieder her - aber wie? Pony Hütchen und Krumbiegel treten auf, Pony Hütchen mit Fahrrad, Krumbiegel in Supermanpose (ev. auf Fahrrad?) Pony- Emil! Emil- Pony! Pony - Also Emil, du Rabe.
Kommt nach Berlin und schreibt gleich Kriminalgeschichte! Pony- Hallo Jungs, Grossmutter
und ich wollten gerade nochmals zum Bahnhof Zoo, da kommt Superman
mit der Nachricht. Der "man" ist übrigens wirklich
"super"
(schaut geheimnisvoll zu Krumbiegel,
Krumbiegel wird verlegen) Emil- War sie böse? Pony- Nicht die Bohne. Grossmutter ist durchs Zimmer galoppiert und hat dauernd gerufen: "Das gefällt mir nicht, das gefällt mir nicht - man muss etwas unternehmen." Wer ist denn hier euer James Bond - Superspion? Emil- Jette (Jette hupt) mit seiner Gang (präsentieren sich ganz kurz typisch) Pony- Scharf, wollte schon immer mal echte Spione kennen lernen. Jette- (zu Krumbiegel) Krumbiejel, jut dat'de wieder da bist. Jemand muss ins Hotel und den Grundeis obsavier'n. Pony- Was willst du dem servieren? Jette- Obsavier'n, Mensch - beobachten! Krumbiegel- Superman kennt keine Hindernisse. Folge mir du Schwacher, dem geholfen werden muss! (beide ab ins Hotel) Pony- Fast hätt ichs vergessen - ich hab der arbeitenden Bevölkerung was zu Essen mitgebracht. Brettchen- Cool, endlich was zu fooden, mein Magen ist so leer wie das innere eines Fussballs. E-Emil- Ein Problem war gelöst. Doch ich war gespannt, was nun folgen sollte. Alle schauten wir kauend zum Eingang des Hotels. (Musik?) Es erschien uns wie eine Ewigkeit, bis endlich Krumbiegel und Jette kommen zurück, Jette trägt Hotelpagenuniform Fe/El/Sir- Kommt ihr gerade
von einem Kostümverleih! Jette- Na, Mensch, Krumbiejel
hat'ma eene Uniform verpasst - er kann uns ins Hotel rinnschleus'n Alle- (sehr laut) Jetzt geht's los - Parole Emil! Jette- Pssssst, nich so
laut, sonst fliejen wa uff, bevoa wa mit de action bejonnen ham!
9. Im Hotel Kreid Zimmer des Hotels werden
gegen das Publikum geöffnet, man sieht hinein. Emil, Jette und Krumbiegel erscheinen mit einem Wäschewagen im Gang Emil - Hier müsste das Zimmer sein, die 79 - glaub ich - oder die 78. (zeigt zuerst auf 79 - Zimmer Grundeis, dann auf 78 - Zimmer Möck) Jette - Und wie kriejen wir dit raus? Emil- (Grundeis lacht dreckig) Hier, die 79! Die drei nähern sich dem Zimmer 79, Frau Möck kommt aus Zimmer 78, Speisekarte in der Hand, Emil und Krumbiegel verstecken sich hinter dem Wäschewagen Möck- (zu Jette) Du da, bring mir aus der Bar einen Toast Hawaii, ein Mineralwasser und ein Glas Cola - Cola light, das Normale vertrag ich nicht Jette- Wie Se wünsch'n! Möck- Moment, Sandwich mit Tomaten und Mozzarella scheint mir doch bekömmlicher. Und statt Cola ein Glas Rotwein, dann schlafe ich besser! Jette- Also een Tomaten-Mozzarella-Sandwich Möck- und ein Glas Rotwein. Kein Wasser, sonst muss ich nachts ständig auf die Toilette hihihi Jette- Bring'ick sofort. (Möck ab) Emil- Endlich, los jetzt, belagern wir die 79 (nähern sich der 79, schauen durchs Schlüsselloch , Krumbiegel stösst mit dem Wagen an die Tür) Jette+Emil- (zu Krumbiegel) Pssst! Grundeis- (öffnet die Türe) Was ist los hier? Jette- (Emil und Krumbiegel
hinter den Wäschewagen, Jette stottert verlegen) Grundeis- Frechheit! Ich hab den Fernseher überhaupt nicht angerührt. Jette- Darf ick nachseh'n? (will ins Zimmer) Grundeis- (packt Jette am Kragen) Raus aus meinem Zimmer! Möck- kommt aus dem Zimmer) Was ist den das für ein Lärm? (zu Jette) Und vielleicht doch lieber einen Whisky statt Rotwein. Grundeis- (geht zu Möck, sehr laut) Haben Sie sich etwa über mich beschwert? Möck- Ja, das werde
ich jetzt gleich tun: also zum Sandwich und dem Whisky kommt
noch eine Beschwerde
Möck- oder vielleicht bleib ich beim Rotwein. (ab) Emil und Krumbiegel kommen hervor Emil- Wir müssen ihn rauslocken! Krumbiegel- Genau: Ich hab eine Idee - versteckt euch (nimmt einen Bademantel und ein Handtuch vom Wagen, klopft bei 79) Grundeis- (öffnet) Was gibt's denn jetzt schon wieder? Krumbiegel- Bademantel und Extrahandtuch für die Sauna. Grundeis- Ich hab nichts
bestellt (Türe zu) Krumbiegel- Selbstverständlich, die Sauna befindet sich im Kellergeschoss, vorne rechts, 5 Etagen hinunter - ist alles angeschrieben. Grundeis- Gut. (Nimmt alles und verschwindet Richtung Keller) Emil- Jetzt aber nichts wie rein! (will ins Zimmer, Möck öffnet, Emil versteckt sich) Möck- Wo bleibt denn meine Bestellung? Jette- Is unterweechs! Möck- Tsss, das dauert! (ab) Krumbiegel- (zu Emil) Die Luft ist rein - Attacke! (steht Schmiere am Abgang) Emil geht ins Zimmer 79 Jette- Na, Mensch, Emil, wenn Jefahr ist, klopp'ick an de Tür, beeil dir, der bleibt nich lange weg! Emil- Klaro, ich durchwühl gerade seine Klamotten. Phuu, die stinken nach Schweiss! Jette- Beeilt euch, sonst kann euch ooch Supermann nich mehr rett'n! Emil- Ich habe sein Portemonnaie. Jette- Und? Emil- Leer! Krumbiegel- Vorsicht, Saunamensch kommt zurück! (ab zu den Detektiven auf der Nebenbühne) Jette- (klopft) Na, Mensch, komm raus, Emil, Grundeis kommt zurück! Emil will raus, aber in
diesem Moment kommt Grundeis - geht wieder zurück ins Zimmer,
versteckt sich unter dem Bett Möck- kommt heraus) Geht das Geschrei schon wieder los? Grundeis- Nehmen Sie mal ne Saune in einem stinkigen Kellerloch! Möck- Aber in diesem Hotel gibt's doch gar keine Sauna - und das Essen lässt auch auf sich warten! Grundeis- Waaas, keine
Sauna. So eine Schweinerei! Ich werd mich beschweren! Möck- Und mein Essen heute Abend noch. (geht ins Zimmer, schlägt die Türe zu) Jette ab - zu den Detektiven auf der Nebenbühne
10. Der Telefonanruf 2
Dienstag- Hallo! Fe/El/Sir- Hallo, Dienstag. Dienstag- Parole? Fe/El/Sir- Parole Emil. Dienstag- Was gibt's? Fe/El/Sir- Hier Fe/El/Sir, kurze Meldung: Grundeis Zimmer durchsucht, keine Kohle gefunden. Emil im Zimmer Grundeis unter dem Bett, Grundeis im Bett darüber! Dienstag- Mannomann, krasse Sache - und wie kommt er da wieder raus? Fe/El/Sir- Keine Ahnung, aber treib mal alle Leute zusammen für morgen in der Früh! Dienstag- Wird gemacht! Fe/El/Sir- Und übrigens: Pony Hütchen ist eine tolle Braut, wenn die mit ihrem Stahlross angefahren kommt, kriegst du gleich weiche Knie Dienstag- Mannomann, Fe/El/Sir, haltet mal die Luft an und versucht Emil wieder da raus zu holen! Fe/El/Sir- Alles klar, Parole Emil. Dienstag- Parole Emil!
11. Noch ein Diebstahl Man sieht nur ins rechte Zimmer, Grundeis liegt auf dem Bett, Emil darunter E-Emil- Poh, war das eine
miesliche Lage. Und jedes Mal, wenn er sich drehte, quetschte
er mich zusammen (Grundeis dreht sich). Licht auf Nebenbühne,
Pony macht die anderen darauf aufmerksam, dass etwas passiert.
Alle schauen gebannt zum Hotel Emil- Junge, Junge, Horrorfilm schauen ist nur halb so aufregend Fe/El/Sir- Erzähl, erzähl! Emil- Der lässt sich grunzend auf Bett fallen und quetscht mich flach wie eine Briefmarke Fe/El/Sir- Oooh! Emil- Dazu hat der heute Bohnen gefuttert und: jedes Böhnchen ein Tönchen (alle halten sich die Nase zu) Fe/El/Sir- Iiiih! Emil- Und was der denn auf dem Balkon gemacht? Pony- Wir glauben, der hat schon wieder gemopst, sozusagen ein Berufsmopser! Krumbiegel- Wie geht's jetzt weiter? Pony- Wir rufen die Polizei, die kann sich um den alten Gauner kümmern Emil- (fällt ihr ins Wort) nein, noch nicht die Polizei, wir wollen noch bis morgen warten. Jette- Na, Mensch, um
achte will da Grundeis jeweckt wer'n, also treff'n wa uns um
achte alle wieder hier. Alle- (typisches Verabschiedungsritual) Tschüss, bis um 8, Parole Emil! Emil- Und du, Jette? Jette- Na, Mensch, ick bleib doch hier mit dir. Krumbiejel zeicht uns sicher een romantischet Plätzchen in sei'm Hotel - zwischen Spinn'nnetzen und Ratten (gehen ab ins Hotel) Ev. kurz etwas Musik? 12. Die Verfolgung Morgenrot. Bühne
= Stadt, Hotel nur am Rand sichtbar, entgegengesetzt eine Bank
mit Bankschalter (fahrbar) E-Emil- Die Nacht war alles andere als bequem. Bei jedem Geräusch dachten wir:"Jetzt haut der Grundeis ab!" Aber irgendwie wurde es Morgen, Krumbiegel versorgte uns mit frischen Gipfeli und einer Tasse heisser Schokolade aus der Hotelküche - und schon waren wir wieder bereit. Alle- (Begrüssungsritual,
alle Detektive + ein paar mehr) Parole Emil! Pony- Wie sind die Pläne für heute? Jette- Wir ändern unsere Strattejie Fe/El/Sir- Was starten wir? Jette- Wia ändern unser Vorjeh'n: Wia hör'n uff mit'm Spionier'n, wia hetz'n den! Der wird wohl lieber sein Jeld rausrücken, als dat ihn alle Kids von Berlin verfoljen, bis de Polizei anrückt! Krumbiegel- (in Supermanpose) Genial, los geht's! Dienstag- Moment, Superman! Mannomann, ich hab euch alle Kids organisiert, die warten überall in der ganzen Stadt. Fe/El/Sir- Hey Dienstag, du bist genial! Pony- (die Grossmutter imitierend) Die Sache gefällt mir nicht, die Sache gefällt mir nicht Emil- Na, Mensch, mannomann, ist das aufregend, die Sache gefällt mir - so cool (alle schauen Emil an) Jette- Also: Vor ihm Kids, hinter ihm Kids, neben ihm Kids - überall Kids. Ist det klar? Brettchen- Achtung, da kommt er! (schwingt sich aufs Board) Jette- Jetzt jeht'det los: Parole Emil! Alle- Parole Emil! Musik beginnt leise, wird
lauter mit jeder neuen Gruppe Emil, Jette, Krumbiegel und Pony betreten ebenfalls die Bank Kassiererin- Was kann ich für Sie tun? Grundeis- Wechseln Sie mir, bitteschön, diese 1500 in fünfzehn 100-Scheine Jette- Tun Se's nich, dat Jeld is jestohlen! Kassiererin- Was? Krumbiegel- Das Geld gehört überhaupt gar nicht dem Mann! Er hat es einem Freund von mir gestohlen und will es nur umtauschen, damit man ihm nichts mehr nachweisen kann. Grundeis- So eine Frechheit ist mir in meinem ganzen Leben noch nie untergekommen! (zur Kassiererin) Entschuldigen Sie! (gibt Krumbiegel eine Ohrfeige, Kids leiden mit einem lauten "Ahhhh" mit und halten sich die Backe) Krumbiegel- (zur Kassiererin) Entschuldigen Sie! (holt Superman-typisch Anlauf und boxt Grundeis in den Bauch, Jette hupt, die Kids jubeln) Kassiererin- Hehe, seid ihr jetzt alle verrückt geworden, mal langsam hier, das ist doch kein Boxring hier. Emil- Also, dieser Herr hier hat mir gestern im Zug von Neustadt nach Berlin 1500 gestohlen während ich schlief! Grundeis- Das beweis mir
mal, du Lügenbold. Oder hast du etwa Zeugen? Kassiererin- Können Sie sich ausweisen Jette- Grundeis heesst'a! Grundeis-Da sehen Sie, dass es sich um eine Verwechslung handeln muss. Ich heisse Müller. Emil- Der lügt ja wie gedruckt. Im Zug hat er mir erzählt, dass er Grundeis heisst! Kassiererin- Haben Sie einen Ausweis bei sich? Grundeis- Oh, den hab ich im Hotel vergessen. Soll ich ihn Emil-
holen gehen
und mit meinem Geld abhauen. Nein es ist MEIN Geld! Kassiererin- Tja, auch wenn's wahr wäre, wie kannst du's beweisen? Hast du dir die Nummern der Scheine gemerkt, oder deinen Namen draufgeschrieben Emil- Natürlich nicht, die Scheine waren für meine Grossmutter bestimmt! Kassiererin- oder hast du war bei den Scheinen eine Ecke abgerissen Grundeis- Na, hören Sie mal, auf mein ehrliches Ehrenwort - ich werd doch keine kleinen Kinder ausrauben ich bin ein ehrlicher Mann! Pony- und wohin sind Sie denn gestern Nacht über den Balkon geklettert? Jette - Wia hab'm'Se beobachtet! Krumbiegel- Feind wurde in die Sauna geschickt mit Bademantel! Emil- Na, Mensch, ich
habs, Mannomann: Ich hab das Geld mit einer Sicherheitsnadel
in der Jacke festgemacht. Da müssen feine Löcher in
den Scheinen sein! Kassiererin- Der Junge hat recht, in den Scheinen sind tatsächlich feine Löcher. Ich rufe jetzt die Polizei! Grundeis stösst die
vier Kids weg und will fliehen 13. Die Verhaftung Bankschalter geht weg,
Grundeis will davonrennen, Kids kreisen ihn ein Grundeis- Verdammt nochmal, lasst mich durch. Lurje- Nun mal langsam. Mein Name ist Lurje, Oberkommissar Lurje. Wie heissen Sie? (Kassiererin gibt dem Kommissar das Geld) Grundeis- Herbert Kissling Fe/El/Sir- Hat der ein Gedächtnis. Zuerst heisst er (zur 1. Gruppe Kids) Kids 1- Grundeis! Fe/El/Sir- dann (zur 2. Gruppe Kids) Kids 2- Müller! Fe/El/Sir- und jetzt: Kids 3- Kissling! Pony- Bin mal gespannt, wie er wirklich heisst! Lurje- Ruhe, das kriegen wir auch noch raus. Wo waren Sie bis gestern? Grundeis- In Wannsee draussen Dienstag- Mannomann, schon wieder gelogen. Lurje- Ruhe, das kriegen wir auch noch raus. Haben Sie gestern diesem Jungen 1500 geklaut? Grundeis- Jawohl, das heisst geklaut, na ja, der Junge schlief, das Geld fiel aus seiner Jackentasche und ich hatte grad kein Geld - ich habs mir sozusagen ausgelehnt! (Pfiffe von den Kids) Emil- So ein Lügner, das Geld war mit einer Sicherheitsnadel an meine Jacke angemacht. Zudem hat er mir so'n Zeugs zu Trinken gegeben, dass ich einschlief! Lurje- Ruhe, das kriegen wir auch noch raus. Krumbiegel- Hey policeman, your great (Lurje schaut ihn verständnislos an) Grundeis- Dann kann ich ja jetzt mal gehen, hab den Diebstahl ja zugegeben. Ich hab noch ein paar Dinge zu erledigen! Pony- Fragen Sie den Herrn doch mal, was er im Koffer hat! Lurje- Ruhe, das kriegen wir auch noch raus. Was haben Sie im Koffer. Grundeis- Nur Unterwäsche Jette- (nimmt Grundeis den Koffer weg und öffnet ihn) und wat is ditte? Pony- (zeigt Schmuck) Ziemlich noble Unterwäsche Lurje- Sieh mal einer an, da werden Sie mir noch `ne Menge zu erzählen haben. Emil- Und wann krieg ich mein Geld wieder? Lurje- Ruhe Stuhlbein! Emil- Tischbein! Lurje- Dann halt Fischbein,
na, du hast genug darum gekämpft: hier hast du es. E-Emil- Tja, das wärs
dann gewesen, wenn, ja wenn da nicht noch ein kleines Nachspiel
gewesen wäre: zuerst eine unangenehme und dann eine äusserst
erfreuliche Überraschung. Grossmutter- Verflixter Halunke, da bist du ja endlich - was hast du bloss alles angestellt? Hab ja immer gesagt: die Sache gefällt mir nicht Emil- Grossmutter, Mama, wie kommt ihr hierher? Mutter- Ich habe gestern Abend angerufen - und du warst nicht angekommen. Da habe ich heute früh den ersten Zug nach Berlin genommen. Hab mir Sorgen gemacht. Grossmutter- und Pony Hütchen hat mir erzählt, wo ihr euch ungefähr herumtreibt. Mutter- Und jetzt: heraus
mit der Sprache, was ist hier los. Emil, raus mit der Sprache,
hast du was ausgefressen? Emil- Ich, also eigentlich gar nichts Lurje- Emil Tischbein. Stehen bleiben! Mutter- Die Polizei! Emil, was hat das zu bedeuten. (zu Lurje) Hat er etwas angestellt? Lurje- Wir haben alles
rausgekriegt: Emil Stuhlbein, gratuliere! Dieser Gruntzeis ist
ein lange gesuchter Gauner. Er war es, der die Polizei in letzter
Zeit in Atem hielt. Jetzt endlich konnte er überführt
werden - durch deine - durch eure Hilfe! Pony- Und wieviel ist das? Lurje- Och, nur eine Kleinigkeit: 10'000 ! Mutter- Emil! Diverse Kids- rennen,
fahren über Bühne, rufen die Schlagzeilen) Musik kommt dazu, geht
weiter in Anfangsrap über bis zum Schlusswort: ENDE |