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 Innendekoration
 
Die Tätigkeiten des Raumausstatters umfassen:
Das Polstern und Bespannen von Möbeln
Das Verlegen von textilen oder elastischen Bodenbelägen
Den Entwurf und / oder die Verwirklichung von Fensterdekorationen
Das Bekleiden von Wänden mit textilen Wandbespannungen oder Tapeten
Die Herstellung und / oder Montage von Sicht-, Licht- oder Sonnenschutzvorrichtungen
 
 Voraussetzung
Neben handwerklicher Begabung sollten gestalterische Neigungen vorhanden sein. Die körperlichen Voraussetzungen sind so unterschiedlich wie die verschiedenen Arbeitsgänge. Das Dekorieren und Wandbekleiden ist körperlich nicht übermäßig anstrengend, erfordert aber viel Geschick. Das Bodenlegen mit seinen Vorbereitungsarbeiten (Herausreißen von Altbelag, Schleifen, Grundieren und Spachteln des Untergrunds, etc.) erfordern Kraft, da auch Gewichte transportiert werden müssen. Zum Polstern ist Kraft und Gefühl in den Händen gefragt. Da man bei den meisten Tätigkeiten viel mit Kunden zu tun hat, sollte man kontaktfreudig und freundlich sein. Mathematik ist, wie in allen Handwerksberufen, wichtig. Zeichnerisches Talent und Farb- und Formgefühl sind von Vorteil.
 
Ausbildung
Die Ausbildung dauert vier Jahre und endet mit dem Bestehen der LAP. Nach der LAP kann sofort mit der Ausbildung zum Raumausstattermeister begonnen werden. Das ist relativ neu, denn bisher musste eine bestimmte Anzahl an Arbeitsjahren nachgewiesen werden, ehe es möglich war, die Meisterprüfung abzulegen. Raumausstatter, die sich in Gestaltung professionell weiterqualifizieren wollen, können sich zum "Gestalter/in im Handwerk" weiterbilden.
 
Chance

In der Regel handelt es sich bei Raumausstattern um relativ kleine, oft auch Familienbetriebe. Eine Ausnahme bilden Objektausstatter, die sich auf Großkunden wie Hotels, Krankenhäuser, Seniorenheime, etc. spezialisieren. Durch geringe Gründungskosten (es werden aber teure Arbeitsgeräte benötigt) bietet sich hier die Möglichkeit zur Selbstständigkeit.

Auch die Tätigkeit als Einrichtungsberater in einem Möbelhaus ist möglich. Zudem bietet sich die Möglichkeit zum Fachbauleiter eines Objektausstatters.

 
 Geschichte des Berufes
In Frankreich ist der Beruf unter der Bezeichnung tapissier seit dem Jahr 1295 bekannt. Die Tätigkeit dieser tapissiers war bereits im Mittelalter für die Ausstattung von Burgen mit Bildwirkereien, Fußteppichen, Stoffen, Sitzkissen und dergleichen von Bedeutung und blühte in der Regierungszeit Ludwigs des XIV. auf, an dessen Hof die Gemächer mit sehr wertvollen Wandbehängen und -bespannungen, Stoffdrapierungen und gepolsterten Sitz- und Liegemöbeln ausgestattet wurden. Einer der erfolgreichen französischen tapissiers du roi (Hoftapezierer) des 17. Jahrhunderts war Molières Vater.
 
 
 
 
 
  http://www.moebel-kreis.ch/
 
 
 
 
 
 
 Seite von Livia Imhof