Wiborada stammte aus einer Adelsfamilie, die in der Nähe von Bischofszell lebte. Da ihr die schönen Kleider und das vornehme Leben nicht gefielen, passte sie ihre Verhältnisse den Armen an. Sie hatte eine aussergewöhnliche Fähigkeit Menschen zu heilen. Im jugendlichen Alter pilgerte sie mit ihrem Bruder nach Rom. Der Fussmarsch war sehr anstrengend und sehr weit. Als sie wieder zu Hause war, kamen viele Leute um geheilt zu werden oder um sie um Rat zu fragen. Als sie erwachsen war, entschloss sie sich ihr Leben Gott zu widmen. Sie liess sich in der Nähe des St.Galler Klosters einmauern und wollte fortan als Inklusin leben. Bischof Salomon führte die Zeremonie durch. Die Zelle war etwa 2 auf 3m klein und hatte nur 2 Fenster. Das eine Fenster zeigte zur Aussenwelt und das andere zur Kirche. Irgendwann hatte sie einen Traum, in welchem die Hunnen das Kloster stürmten und vernichteten. Dieser Traum erzählte Wiborada den Mönchen. Diese brachten die Bücher und sich selber in Sicherheit. Dann passierte es: Die Hunnen stürmten das Kloster und zerstörten alles, was ihnen in den Weg kam. Wiborada wurde auch ermordet. Sie war gerade mal 30 oder 40 Jahre alt geworden. 1047 wurde sie als erste Frau vom Papst heilig gesprochen.
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