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Vieleicht stellen sie sich die Frage, wie man nun einen
Tempel von einem Schrein unterscheiden kann. Beginnen wir also
mit dem Schrein:
Schrein
Einen shintoistischen Schrein erkennt man schon an der Tori an seinem
Eingang. Sie ist das Tor zum Heiligtum und um den oberen Teil sind meist
shimenawa gewschlungen, das sind geflochtene, mit Streifen weissen Papiers
geschmückte Reisstrohbänder. Diese findet man auch um heilige
Steine, Bäume und am eigentlichen Eingang zum Schrein. Den Hauptweg
nach der Tori flankieren zwei steinerne Hunde (komu inu), Löwen
und manchmal auch ein Fuchs. Der linke Hund namens "a" hat
den Mund geöffnet und symbolisiert den Beginn der Welt, während
der rechts sitzenden namens "un" mit dem geschlossenen Mund
das Ende der Welt verörpert. Wenn man die beiden Hunde passiert
hat, erreicht mach das Reinigungsbecken, chozuya, wo man mit einer Schöpfkelle,
hishaku, Wasser aus dem Becken entnimmt und sich die Hände wäscht
und den Mund ausspült, um dann gereinigt den Schrein zu betreten.
Vor der haiden, der Haupthalle des Schreins, befindet sich der
saisen bako, eine Art Opferstock. Davor bleibt man stehen und
wirft eine Münze ein. Danach läutet man eine kleine
Schreinglocke mit Hilfe eines sehr dicken Strickes, und um die
Schreingottheit auf sich aufmerksam zu machen, klatscht man zweimal
in die Hände und verbeugt sich.
Wer nun sein Glück testen will, zieht aus der oktaedrischen
Box, die er vorher kräftig geschüttelt hat, ein Stäbchen,
auf dem eine Nummer vermerkt ist. Das Stäbchen verbleibt
für die Nächsten in der Box. Für die jeweilige
Nummer bekommt man einen Glückszettel, auf dem für
verschiedene Dinge des Lebens (Geld, Familie, Arbeit usw.) eine
Vorhersage geschrieben steht. Ist man mit dem Schicksal zufrieden,
kann man den Zettel mit nach Hause nehmen, wenn nicht, knotet
man seinen Papierstreifen an einen Baum im Schrein und die Schreingottheit
nimmt sich seines Unglücks an.
Tempel
Der Eingang eines Tempels besteht meist aus einem riesigen Tor.
Links und rechts im Tor sitzen die nio, die Wächter des
Tempels. Hat man das Tor durchschritten, muss man Eintrittsgeld
zahlen, in der Regel zwischen 400 und 1000 Yen.
Vor der Statue in der Haupthalle legen die Opfergaben und Räucherstäbchen
werden verbrannt. Gebetet wird mit gefaltenen Händen vor
der Statue.
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